Notfall
Notrufnummern:
Notarzt: 112
Giftnotruf: 0361 / 730730
Elterninitiative Hilfe für Behinderte und ihre Familien: 528809
Frauen- und Kinderschutzhaus: 19222
Kinder- und Jugendtelefon des Deutschen Kinderschutzbundes: 088 / 1110333
Weißer Ring: 01803 / 343434
Notdienstsprechzeiten:
Mo - Do 19.00 - 22.00 Uhr
Fr 14.00 - 22.00 Uhr
Sa u. So 09.00 - 12.00 u. 16.00 - 22.00 Uhr
in der Praxis des diensthabenden Mediziners.
Diesen entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder
rufen Sie die Rettungsleitstelle an. (Tel.: 19222)
Richtiges Handeln:
Fieber:
· kühle Getränke verabreichen
· Wadenwickel (nicht bei Säuglingen und bei kalten Extremitäten)
· Paracetamol-Zäpchen bei Temperaturen über 38,5°C
und ungenügender Besserung auf o.g. Maßnahmen
Verbrennungen/Verbrühungen:
· verbranntes Körperteil sofort unter kaltem Wasser ausreichend lange,
ca. 10-15 Minuten kühlen, bei größerer Ausdehnung unter die Dusche stellen
· keine Salben, Puder etc. verwenden, Hautflächen mit sauberem Tuch abdecken
· unbedingte Arztvorstellung empfohlen, nur rechtzeitige fachgerechte
Behandlung verhindert Narbenbildungen
Vergiftungen:
· bei Haut- und Augenkontakt sofortiges Spülen mit klarem Wasser
· kein Erbrechen auslösen (vor allem bei Säuren, öligen oder ätzenden Substanzen)
· reichlich Flüssigkeit anbieten (keine Milch)
· Arzt oder Giftzentrale anrufen
Krampfanfall/Bewußtlosigkeit:
· Kind in Seitenlage bringen, Mund säubern und frei halten
· meist löst sich der Krampf nach 1 - 2 Minuten
· Notarzt rufen
Pseudokrupp:
· mit dem Kind an das geöffnete Fenster stellen; oder ins Bad gehen,
Dusche aufdrehen und die feuchte Luft atmen lassen
· falls vorhanden Kortisonzäpfchen verabreichen (Rectodelt, Prectal oder Klismacort)
Durchfall/Erbrechen:
· bei Erbrechen löffelweise kühlen Tee mit Traubenzucker
oder Elektrolytlösung (Teepause 6 - 12 Stunden möglich)
· keine Milchprodukte, keine fettigen Nahrungsmittel (Muttermilch ist erlaubt)
· dafür Heilnahrung (in Apotheken und Drogerien erhältlich), Zwieback, geriebener Apfel,
Karotte, Kartoffel, Banane, magere Brühe mit Reis; Nudeln oder Grieß
Häufige Fragen:
Was gehört in eine Reiseapotheke?
· Reiseübelkeit
- Reisekaugummi (wenn ihn die Kinder nicht mehr verschlucken)
- Zäpfchen (z.B. Vomacur)
· Schmerzen, Fieber
- Schmerz-/Fieberzäpchen (z.B Paracetamol in altersgerechter Dosis) oder Fiebersaft
- Fieberthermometer
· Husten, Schnupfen
- Hustensaft (z.B. mit Efeu, Thymian)
- abschwellende Nasentropfen in altersgerechter Dosis
· Durchfall/Erbrechen
- Glucose-/Elektrolyt-Ppäparate
- Heilnahrung für Säuglinge
· Blähungen
- Entschäumer, Anis-Fenchel-Kümmel Tee
· Schlafstörungen
- Beruhigungstee oder -saft auf Basis von Baldrian, Hopfen, Melisse
· Verletzungen
- Verbandmaterial, Schere, Heftpflaster und Pflasterstrips,
nicht brennendes Wunddesinfektionsmaterial (z.B. PVP-Jod)
- Wund- und Heilsalbe (z.B. mit Dexpanthenol)
· Juckreiz, Insektenstiche
- kühlendes Antihistamin-Gel (z.B. Fenistil)
Warum spuckt mein Baby so viel, ist das schlimm?
· Viele Babys neigen dazu, nach den Mahlzeiten (oft noch nach 1-2 Stunden) einen Teil
der Nahrung wieder auszuspucken. Der Verschluss zwischen Speiseröhre und Magen
funktioniert noch nicht richtig. Solange das Kind ausreichend zunimmt und keine
weiteren Beschwerden hinzukommen (Fieber, Durchfall, schlechter Allgemeinzustand)
braucht man sich keine Sorgen zu machen.
In den meisten Fällen stagniert die Spuckneigung bis zum 7. Lebensmonat.
Was kann ich bei Dreimonatskoliken tun?
· Als stillende Mutter blähende Speisen meiden, auch Frischmilch und Zucker
können die Koliken unterstützen
· Bei Flaschenernährung darauf achten, dass die Milch nicht zu schnell fließt.
Bei Wechsel der Milchsorte auf Spezialnahrungen für Verdauungsbeschwerden achten.
Ihr Kinderarzt kann Sie bestimmt beraten.
· Fenchel-, Kümmel-, Anis- und Kamillentee sind bewährte Hausmittel.
· Eine sanfte Massage des Bauches im Uhrzeigersinn kann Linderung verschaffen,
Kümmelöl oder Windsalbe aus der Apothke können Dies unterstützen.
· Tragen Sie Ihr Kind im Fliegergriff umher. Legen Sie es auf den Bauch,
schieben Sie den linken Unterarm unter seine Brust und halten Sie mit
der rechten Hand zwischen den Beinen hindurch den Bauch des Kindes.
· "Entschäumer" sind sanfte Medikamente, welche die übermäßige Luftbildung im Darm verhindern.
· Eine Vorstellung beim Kinderarzt sollte bei ungenügender Besserung erfolgen,
um organische Ursachen auszuschließen.
Wieviel sollen Kinder trinken?
· Vorausgesetzt man wählt die richtigen Getränke, kann ein Kind soviel trinken, wie es will.
Durchschnittswerte gibt die Tabelle an.
Ideal ist Wasser, daneben ungesüßter Kräuter- und Früchtetee sowie Obst- und Gemüsesäfte.
Nicht empfehlenswert sind Brause, Fruchtnektar, Limonade und Malzbier. Sie enthalten
zuviel Zucker. Auch koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee, Cola oder "Energy-Drinks"
sind nichts für Kinder.
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| Alter |
Menge
(in Liter) |
Pro kg Gewicht
(in Milliliter) |
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| 0 - 4 Monate |
ca. 0,7 |
140 |
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| 4 - 12 Monate |
ca. 0,4 |
110 |
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| 1 - 4 Jahre |
ca 1 |
110 |
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| 4 - 7 Jahre |
1 bis 1,3 |
90 |
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| 7 - 10 Jahre |
1 bis 1,3 |
65 |
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| 10 - 13 Jahre |
1 bis 1,3 |
50 |
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| 13 - 19 Jahre |
ca. 1,5 |
40 |
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| Erwachsene |
1,5 bis 2 |
30 |
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